Ein donnerstäglicher Sonntagsspaziergang

Wenn andere gröhlend und trinkend den Vatertag feiern, gehen wir gepflegt cachen. Und bei ausgedehnten Cachetouren liegt es meist nahe, wieder einen Multi auszuerwählen. Trotz des heutigen Donnerstags haben wir uns für den Sonntagsspaziergang entschieden, nicht zuletzt weil wir eh mal wieder in die Fränkische wollten.

Am Startpunkt angekommen rannten wir gleich in die völlig falsche Richtung, weil unser GPS noch keinen Empfang hatte…schliesslich konnte es nur dort lang gehen. Als alle nötigen Satelliten gefunden waren und wir unsere Postition ermittelt hatten, ging es dann irgendwie doch auf die andere Straßenseite zu Station 1. Na gut, schaut landschaftlich auch sehr reizvoll aus da drüben ;o) . Wir hatten die Station auch schnell entdeckt, aber im Unterholz verbarg sich doch tatsächlich schon der “erste Schatz” des Tages: Christian entdeckte nämlich Waldmeister, der dort wuchs. Mit einer dünnen Schnur banden wir ein kleines Sträußchen davon an den Rucksack und von nun an bin ich des öfteren an diesem Tag “schnuppernd” hinterm Cacherucksack hergelaufen. Weiter ging es zu den nächsten Stationen, die wir immer recht fix gefunden haben. Die Gegend war auch wirklich sehr schön und bis zu den vorherrschenden Waldarbeitsstellen ( die bereits in manchen Logs aufgetaucht waren) war die Wegführung auch meist gut nachzuvollziehen. Doch dann verlor sich der Weg plötzlich quasi im Nichts: überall umgestürzte Bäume und/oder steil abfallende Hänge. Es war nicht mal ein Pfad durch das Durcheinander erkennbar. I r g e n d w i e und jeden Schritt im Voraus planend kämften wir uns immer weiter nach unten, denn in der Ferne konnten wir einen gut ausgebauten Weg erspähen. Diesen erlangten wir nach gefühlten 500 Höhenmetern Unterschied auch und obwohl wir uns nun einige Meter unter der nächsten Station befanden, war uns das immer noch lieber, als uns weiterhin durch unwegsames Gelände zu schlagen.

Der Weg war wirklich bequem zu gehen und wir sahen noch vieles schöne von der Gegend hier. Etwas umständlich und nun eben von unten kommend erreichten wir wieder die gewünschte “Höhenlinie” auf der auch die nächste Station, der Final, liegen sollte. Glücklicherweise war es inzwischen ein etwas wildbewachsener Weg, auf dem wir unterwegs waren, denn in der Zwischenzeit hatte es zu regnen angefangen. Sicher wurden wir nur halb so nass, als wir ohne das Blätterdach geworden wären, als wir an der Finallocation ankamen und genossen ersteinmal den tollen Ausblick auf`s Umland. Wir machten ein kleines Päuschen derweil es weiter regnete, um dann gestärkt auf Finalboxsuche gehen zu können. Schließlich war hier der perfekte Ort, um ein Döschen zu verstecken: viele schöne Möglichkeiten, den Schatz in einer hohlen Baumwurzel zu verstecken. Aber irgendwie wollte sich der Cache nicht zeigen…wir suchten hier…wir suchten dort…immer mit dem Blick auf unser GPS. Das zeigte doch tatsächlich immer wieder eher 30 m nach unten. Diese Richtung erschien uns jedoch eher ziemlich unwarscheinlich und aufgrund des Wetters und den örtlichen Begebenheiten ließen wir eher unserer Cacherintuition freien Lauf und machten das Gegenteil von dem, was uns das Navi sagte. So folgten wir dem Pfad 30 m nach oben und als wir um die nächste Ecke bogen, erschloss uns plötzlich eine viel bessere Finallocation. Irgendwie konnte uns hier der Regen auch gar nichts mehr anhaben. Nach kurzem Umschauen, war auch klar, wo das Kistchen nur sein konnte und das Bergen war dann leichter, als der Weg bis jetzt hierher. Wir loggten ausgiebig und machten uns dann auf den Rückweg, der uns erneut vor ein kleines Rätsel stellte. Aber wir hatten ja an diesem Tag bereits einiges “durchgemacht” und so kam nur die Offensive nach vorn in Frage. Irgendwann kamen wir an eine Stelle, wo wir bereits auf dem Hinweg vorbeigekommen waren und wir stellten fest, wenn uns diese Stelle schon vor einigen Stunden aufgefallen wäre, hätten wir uns vielleicht etwas leichter getan…aber so wäre dieser Tag sicher auch etwas weniger abenteuerlich ausgefallen.

PS: Zu Hause angekommen hängten wir übrigens unser Waldmeistersträußchen in eine Weißweinflasche, um hinterher dieses schöne, aufgepeppte Getränk genießen zu können…man sollte dem Waldmeister jedoch nicht zuuuu lange die Gelegenheit geben, sein Aroma an den Wein abzugeben, denn dann schmeckt  es gar nicht mehr, wie gesollt…*schade*…

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