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Abenteuer Skating

Heute habe ich es endlich gewagt. Von den eleganten Bewegungsabläufen angetan, habe ich den lang gehegten Plan in die Tat umgesetzt und mir beim Sportausstatter meiner Wahl ein Paar Skatingski ausgeliehen. Früh morgens aufgestanden habe ich mir noch schnell etwas Proviant organisiert und dabei auch zum isotonischen Spezialsportgetränk gegriffen, welches mir später allerdings noch zum Verhängnis werden sollte. Auf der Fahrt stärkte ich mich und griff dabei auch zum besagten Getränk. Statt des üblichen Schraubverschlusses besaß es einen  Klappverschluss  und beim Zurücklegen ist es dann wohl passiert. Der Verschluß hat sich irgendwie geöffnet und das isotonische Supergetränk hat den Beifahrersitz inclusive der darauf liegenden Langlaufhose total durchnäßt. Zum Glück gelang es mir, mit Hilfe von Bordmitteln, in diesem Fall der Lüftung,  die Hose wieder einigermaßen zu trocknen,  der Sitz allerdings war noch nach Tagen feucht.

Als Teststrecke für mein Skatingdebüt habe ich Steinheid erkoren, morgens ist da noch nicht so viel los und die Loipen sind gut präpariert. Ich zog mir gerade die Skischuhe an als ich plötzlich eine Stimme vernahm, die wissen wollte, ob ich denn zwei Euro dabei hätte und wie immer, wenn mich jemand anschnorrt, anwortete ich nicht ganz wahrheitsgemäß mit nein. “Dann kannst du hier nicht stehenbleiben” entgegnete mir der rüstige Renter, der wie aus dem Nichts hinter mir aufgetaucht war. “So? Das ist mir aber neu, schliesslich parke ich schon den ganzen Winter hier”, waren meine Worte. Aber er verwies nur auf das Schild, das dort vorne stehen würde. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion und Geld würde ich ihm ganz sicher nicht geben. So habe  ich meinen halb angezogenen Schuh wieder ausgezogen, ihm noch viel Erfolg mit seiner Geschäftsidee gewünscht und beschlossen meine ersten Skatingerfahrungen woanders zu machen.

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Schliesslich haben andere Orte auch schöne Loipen und so fuhr ich ein kleines Stück weiter bis Friedrichshöhe. Um diesmal auf Nummer sicher zu gehen parkte ich gleich auf dem Parkplatz am Ortsausgang Sigmundsburg. Hier schnallte ich die Skier an und machte mich auf den Weg Richtung Friedrichshöhe. Leider war die Loipe hier nicht wirklich gespurt und führte das erste Stück über Wiesen und durch den Wald. Hier stellte sich heraus, dass Skatingski ziemlich glatt sind und ich hatte ganz ordentlich zu tun, nicht gleich zu Anfang meiner Tour auf die Nase zu fallen. Ab dem Wanderparkplatz am Ortseingang Friedrichhöhe, der übrigens leer war, stand dann eine ordentlich gewalzte Skatingstrecke zur Verfügung. Hier entdeckte ich allerdings auch gleich die Tücken dieses Laufstils. Er ist extrem anstrengend… Nach circa 300 Metern war ich ausser Puste und so ähnlich sollte es auch erstmal eine ganze Weile weitergehen. Zum Teil mag das wohl an meiner mangelhaften noch nicht ganz ausgereiften Technik liegen, aber schliesslich übe ich ja auch noch. Zwischenzeitlich hätte ich die Skier gerne gegen ein paar Schuppenski getauscht, aber die lagen im Auto. Besonders die Anstiege trieben den Puls nach oben. Aber ich gab nicht auf und je länger ich lief, umso länger wurden die Abschnitte, die ich zwischen den Pausen durchielt. Ich erreichte den Aussichtsturm Masserberg, bog links Richtung Dreiherrenstein ab und leitete somit den Rückweg ein. Hier folgte ein Wegstück, welches leider nicht ganz optimal war. Der Weg war etwas wellig und holprig und so legte ich dieses Stück, die Skier waren ja geliehen, lieber zu Fuß zurück. Wieder auf dem guten Weg angekommen, ging es an der Eisfelder Ausspanne vorbei wieder zurück Richtung Friedrichshöhe. Hier gelang es mir dann die ersten klassichen Läufer zu überholen, bis jetzt wurde ich von ihnen überholt und da waren auch echte Anfänger dabei. Mit mittlerweile wieder erstarktem Ego kam ich am Wanderparkplatz Friedrichshöhe vorbei und machte mich auf das letzte Stück des Weges zurück zum Auto.

Fazit: Skating ist deutlich anstregender als es aussieht. Für meinen ersten Versuch klappte es eigentlich schon ganz gut, schliesslich habe ich 18 km durchgehalten. Ich gehe allerdings davon aus, dass mich in den nächsten Tagen ein nicht unerheblicher Muskelkater plagen wird.  Für meinen nächsten Ausflug werde ich auf die alten bewährten  Schuppenski zurückgreifen, aber es wird sicher nicht der letzte  Auftritt mit Skatingski gewesen sein.

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Kommentare (2)

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Kommentare

Hallo, Christian.
Kompliment von uns!
Mach doch “nebenbei” ein Journalisten Studium.
Hättest sicher auch dort große Chancen!
Weiter so. Danke für die tollen Schilderungen.
Viel Erfolg weiterhin!
Grüße an unsere “Maus”.
Besonders zum heutigen Tag!!!!!
Deine Bi und Gü

Ja, das finde ich auch.
Du schreibst wirklich gut.
Die beiden “Alten” aus den Bergen.

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